Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Malerei und Objekt. Ich entwickle sie aus einem räumlich-architektonischen Denken, das Fläche, Schichtung und Material als aktive Elemente begreift. Viele Arbeiten entstehen in Anlehnung an architektonische Prozesse durch Überlagerung, Verdichtung und das Arbeiten mit Ebenen – ähnlich einem Aufbau aus Layern.
Meine malerischen Arbeiten sind prozessorientiert und körperlich. Ich schiebe, verwische, überlagere und entferne Acrylfarbe partiell wieder. Die Farbigkeit ist teils expressiv, teils bewusst reduziert. Die Bilder entstehen nicht aus einem Motiv heraus, sondern durch eine Abfolge von Entscheidungen, Eingriffen und Brüchen.
Meine plastischen Arbeiten arbeiten mit Materialität, Tiefe und Relief. Schatten, Kanten und Oberflächen erzeugen Spannung, ohne narrativ zu werden. Beide Werkgruppen verbindet für mich eine demonstrative Haltung: Die Arbeiten zeigen ihre Entstehung, ihre Eingriffe und ihre Widerstände. Sie suchen nicht nach Harmonie, sondern nach Präsenz.
Ich verstehe meine Werke als eigenständige Setzungen im Raum. Sie reagieren auf Architektur, ohne sich ihr unterzuordnen, und behaupten sich durch Dichte, Material und physische Wirkung.